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Frankreich und Italien suchen Lösung im Flüchtlingsstreit

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Frankreich und Italien suchen Lösung im Flüchtlingsstreit

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Die Flüchtlingsfrage steht im Mittelpunkt eines Gipfeltreffens zwischen Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy und Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Angesichts der Flüchtlingswelle aus Nordafrika hatte Italien entschieden, Migranten eine provisorische Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen, mit der sie grundsätzlich in jeden anderen Schengen-Staat weiterreisen dürfen. Die meisten Flüchtlinge versuchen nun, nach Frankreich zu gelangen – und Paris drohte zuletzt sogar damit, das Schengen-Abkommen vorübergehend auszusetzen.

Knapp 30.000 Flüchtlinge, vor allem aus Tunesien, sind über Lampedusa nach Italien gelangt und wollen in andere Länder weiterreisen. Frankreich verstärkte die Polizeipatrouillen in der Grenzregion zu Ventimiglia. Vorübergehend wurden sogar Zugverbindungen unterbrochen. Paris verlangt nun eine Aktualisierung des Schengen-Abkommens: Grenzkontrollen sollen dann erlaubt werden, wenn ein Mitgliedstaat seine Außengrenzen nicht mehr ausreichend absichern kann.