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".....königliche Kondome verkaufen sich sehr gut"

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".....königliche Kondome verkaufen sich sehr gut"

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Es war einmal vor 300 Jahren. Großbritannien hatte schon ein Parlament, aber demokratisch mitwâhlen durfte beileibe noch nicht jeder.  
William Fortnum war Diener im Haushalt von Königin Anne. Er sammelte abgebrannte Kerzenstummel aus dem Palast, bis er mit seinem Freund Hugh Mason einen Lebensmittelladen gründen konnte.
 
Kein Wunder, dass sie beim heutigen Kaufhaus “Fortnum & Mason” Royalisten sind, auch heute noch.
 
 
Andrea Tanner, Archivar bei Fortnum & Mason:
 
“Einige meiner Schätze waren bei königlichen Anlässen zu haben. Zum Beispiel eine Teedose aus dem Jahr 1953. Damals wurde eine ziemlich gutaussehende Königin gekrönt. Das Ding ist also fast 60 Jahre alt – einer meiner Schätze.”
 
 
Und auch in einem kleineren Laden in London – “Cool Britannia” – gibt man sich traditionell, in einem Kostüm der zeremoniellen Torwächter des Towers von London. Die ersten Beefeater gab es schon vor gut 500 Jahren. Ein Teil seines königstreuen Warenlagers dürfte etwas weniger lange halten.
 
“Wir haben königliche Souvenirs”, sagt der verkleidete Kundenberater Phil Downsing, “das geht von sehr geschmackvollem echtem Porzellan - Tassen, Becher und Teller - über vermutlich weniger geschmackvolle Dinge wie Aschenbecher und königliche Kondome, natürlich, ha ha. Aber sie verkaufen sich alle sehr gut.”
 
Obwohl letztere von echten Royalisten vermutlich boykottiert werden.
 
 
Ali Sheikholeslami, euronews:
 
“Shops in London versuchen, mit dem großen Anlass Geld zu machen. Die königliche Hochzeit wird Tourismus und Einzelhandel voraussichtlich eine halbe Milliarde Euro einbringen, da bringt jeder Becher und jeder Teebeutel seinen Teil.”