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Das ist AMS-2, Jäger der Antimaterie. Oder seriöser: der Alpha Magnet Spektrometer. Demnächst wird dieser hochkomplizierte Apparat 400 Kilometer über unseren Köpfen im Weltraum seine Arbeit verrichten.

Als Teil der Internationalen Raumstation ISS wird das AMS-2 kosmische Strahlung auf Spuren von Antimaterie und dunkler Materie untersuchen. Und so möglicherweise etwas über die Entstehung des Universums herausfinden.

AMS ist das Ergebnis eines multinationalen Projekts unter Leitung des Nobelpreisträgers Samuel Ting. 16 Länder mit 56 wissenschaftliche Einrichtungen haben zusammengearbeitet, darunter das Karlsruher Institut für Technologie und das Physikalische Institut Aachen.

Martin Pohl ist Leiter des beteiligten Forschungsteams in der Schweiz: “Wir haben einen Apparat auf hohem technischen Niveau konstruiert. Es ist das Weltraumequivalent des ringförmigen Teilchenbeschleunigers für Hadronen am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf. Ein großer Apparat von drei Metern Durchmesser und vier Meter Höhe, voll mit Technik. Er verbraucht dabei ein Minimum an Energie. Das ist ein sehr ökologisches Experiment. Denn der Raumstation steht nur ein begrenztes Maß an Energie zur Verfügung.”

Der Kern dieses Apparats mit dem Stromverbrauch eines leistungsfähirgen Haartrockners ist ein hoch leistungsstarker Magnet, der ein 4000 Mal stärkeres Anziehungsfeld als jenes der Erde erzeugt.

AMS-2 wird mindestens 14 Jahre im Dienst bleiben. Dafür will die NASA die Laufzeit der ISS bis 2025 oder sogar bis 2028 verlängern. Eigentlich wäre 2016 Schluß gewesen.

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