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Hacker räumen bei Sony Millionen Playstation-Daten ab

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Hacker räumen bei Sony Millionen Playstation-Daten ab

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Seit Tagen sind Musik- und Spielnetzwerke des Elektronikkonzerns Sony abgeschaltet – jetzt sagt Sony, warum: Hacker haben sich Zugriff auf Kundendaten verschafft und zwar von bis zu 77 Millionen Nutzern des PlayStation Networks und des Multimedia-Dienstes Qriosity. Es geht um Namen, Adressen, Passwörter und vielleicht sogar Kreditkarten-Nummern.

Noch ist unklar, wie der Hacker-Angriff technisch möglich war.

Playstation-Nutzer sind sauer auf die Informationspolitik.

Makoto Dozo (20), Student in Tokio:

“Sie haben den Daten-Klau eine Woche lang untersucht, und das ist gut so. Aber sie hätten das genausogut nach einer Vorwarnung an die Benutzer tun können. Dann hätte jeder seine eigenen Vorkehrungen treffen können, zum Beispiel, sich aus diesem Dienst herauszuhalten.”

Yuta Hoshino (27), Jobsucher, Tokio:

“Ich bin ganz durcheinander. Erst das Erdbeben und nun das hier – das macht uns nur noch ängstlicher.”

Wenige Stunden zuvor hatte Sony noch seinen neuen Tablet-Computer in Japan vorgestellt.

Jetzt rät die Firma ihren Kunden, sich besonders vor möglichen Lockvogel-Mails vom Typ “Scam” und anderen Betrügereien in Acht zu nehmen, für die Hacker die gestohlenen Daten benutzen könnten.

Konsumentenschützer aus den USA und Europa gehen davon aus, dass Sony für mögliche Schäden aufkommen muss.