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Letzte Endeavour Mission: die dunkle Materie

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Letzte Endeavour Mission: die dunkle Materie

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Bald wird sie ausgemustert: die Endeavour Raumfähre. Auf ihrer letzten Mission soll sie zwei Bestandteilen des Universums auf die Spur kommen: Antimaterie und dunkle Materie.

Die Endeavour bringt das AMS-2, ein Alpha-Magnet-Spektrometer, auf die Internationale Raumsstation ISS. Das Spektrometer soll die kosmische Strahlung auf noch unbekannte Bestandteile und damit das Universum auf seinen Ursprung untersuchen.

“Anstatt von der Erde aus die uns dort erreichende Strahlung zu analysieren, tun wir dasgleiche 400 Kilometer weiter oben. Dort stört uns die Erdatmosphere nicht”, erklärt Prof. Martin Pohl, Leiter des Schweizer AMS-Teams.

Der Big Bang Theorie zufolge enstand beim Urknall die Antimaterie – völlig gleichberechtigt mit der normalen, für uns sichtbaren Materie. Doch dann verschwand die Antimaterie.

Die für uns sichtbare Materie macht im Universum nur 5% aus. Die Masse des Universums müsste also zu mehr als 90% aus dunkler Materie und Energie bestehen. Aber wo sind diese Elemente?

“Die dunkle Materie ist ein wichtiger Bestandteil unseres Universums”, sagt Martin Pohl. Es handele sich dabei um eine Art von Lichtkranz, der die gesamte Galaxie umgibt. “Wir wissen, dass sie da ist, denn wir sehen die Auswirkungen ihrer Anziehungskraft. Wir wissen aber nicht, woraus die dunkle Materie besteht.”

Das Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS) ist das größte auf der ISS installierte Instrument. Das AMS muss unter extremen Bedingungen und mit wenig Energie funktionieren.

Das AMS wird eine riesige Menge an kosmischer Strahlung abtasten. Nach hundertmillionen von Lichtjahren wird es der Menschheit möglicherweise eine Antwort auf die Fragen nach der Geburt des Universums geben.