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Abbas: "Hamas ist Teil von uns"

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Abbas: "Hamas ist Teil von uns"

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Die Versöhnung der beiden Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah gestern in Kairo hat unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Im Ramallah nahmen die Menschen die Nachricht mehrheitlich positiv auf. Viele freuten sich, hofften auf eine Geschlossenheit der Palästinenser. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geht nach eigenen Aussagen nun davon aus, durch die Einigung mit dem Ex-Gegner eine bessere Grundlage für Friedensverhandlungen mit Israel zu haben. Er sagte weiter: “Die Hamas ist Teil des palästinensischen Volkes. Ich kann sie doch nicht auschließen. Sie sind ein Teil von uns, ob man sie mag oder nicht, mit ihnen einer Meinung ist oder nicht. Sie gehört zu uns.” Und an Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gerichtet sagte Abbas: “Sie müssen sich entscheiden zwischen Siedlungsbau und Frieden.” Israel hingegen ist skeptisch und verlangte, die Hamas müsse sich vor der Aufnahme von Verhandlungen von der Gewalt gegen Israel verabschieden. Hamas-Sprecher Radwan sagte dazu: “Die einzig vernünftige Antwort auf die israelische Reaktion ist, dass wir unsere Vereinbarung vollständig umzusetzen und zu ihr zu stehen.” Israels Präsident Schimon Peres rief beide Organisationen zur Einigkeit auf und forderte, sie müssten für den Frieden arbeiten. Viele Israelis äußerten zudem die Hoffnung, dieser Schritt werde die Friedensverhandlungen neu beleben. Die bislang verfeindeten Parteien Hamas und Fatah vereinbarten gestern in Kairo Neuwahlen binnen eines Jahres sowie die Bildung einer Übergangsregierung.