Eilmeldung

Eilmeldung

Ein Papst wird selig gesprochen

Sie lesen gerade:

Ein Papst wird selig gesprochen

Schriftgrösse Aa Aa

Im Vatikan wird ein großer Tag für die katholische Christenheit vorbereitet. Der zweifellos beliebteste und einflußreichste Papst des 20. Jahrhunderts wird selig gesprochen. Nur sechs Jahre nach seinem Tod – so schnell arbeiten die vatikanischen behörden normalerweise nicht. Aber das ist ein starker Wunsch aus dem Kirchenvolk, Papst Johannes Paul II. erhöhet zu sehen.

Einer junge Römerin, die noch gar nicht geboren war, als der polnische Papst sein Pontifikat antrat, gilt er als Vorbild für Mut. Obwohl sie nur seine Altersjahre erlebt hat, rühmt sie seine jugendliche Art, den Gläubigen ein Beispiel zu geben.

Johannes Paul II. war nach 26 Jahren an der Spitze der römisch-katholischen Kirche am 2. April 2005 nach langer Krankheit verstorben.

Bei der Trauerfeier fünf Tage später hörte die Menge schon rufen “santo subito” – schnell heilgsprechen. Aber dafür die die Kirche ihre Regeln. Vor der Heiligkeit kommt das Wunder. Und das ließ in diesem Falle nicht lange auf sich warten. Schon ein Jahr nach dem Tod des beliebten Papstes meldete sich eine Nonne aus Frankreich.

Schwester Marie Simon Pierre von der Kongreation der kleinen Schwestern der katholischen Mutterschaft erklärte am 3. Juni 2006, nach einem Gedenkgebet für Johannes Paul II. sei sie von ihrer Parkinson-Erkrankung geheilt erwacht. Sie sagte:

“ Ich traf eine Schwester, sprach mit ihr, zeigte ihr meine linke Hand und sagte: Schau, meine Hand zittert nicht mehr. Johannes Paul II. hat mich geheilt.”

Diese öffentliche Erklärung gab sie nur wenige Tage vor dem zweiten Todestag des Papstes ab.

Der Vatikan leitete sofort die für die Anerkennung eines Wunders notwendige Untersuchung ein.

Die dauert normalerweise mindestens fünf Jahre.

Aber wo die Gläubigen so dringend auf eine Seligsprechung als ersten Schritt für die Heilgsprechung warten, da malen selbst die Mühlen des Vatikan nicht ganz so langsam.