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Palästinensische Versöhnung stößt auf gemischte Reaktionen

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Palästinensische Versöhnung stößt auf gemischte Reaktionen

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Die Versöhnung zwischen Fatah und Hamas ist im Gazastreifen von Hunderten Menschen begeistert begrüßt worden. Die lang verfeindeten Palästinensergruppen hatten mit Hilfe von Vermittlern aus Ägypten Frieden geschlossen. Seit rund fünf Jahren waren die Gruppierungen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Hamas-Führer Ismael Hanijeh zerstritten. “Diese Einigung bedeutet, dass wir dabei sind, Lösungen für viele Probleme zu finden”, sagte ein Hamas-Sprecher. “Wir erwarten, dass die Übereinkunft mit ägyptischer und arabischer Hilfe ein erster Schritt zu einer tatsächlichen Versöhnung ist.”

Aber nicht bei allen stößt die Eingung auf Zustimmung. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zeigte sich besorgt. “Die palästinensische Führung muss zwischen Frieden mit Israel und Frieden mit der Hamas wählen”, erklärte er. “Ein Friede mit beiden ist nicht möglich, wegen des erklärten Ziels der Hamas, den Staat Israel zu zerstören.”

Die Beziehungen zwischen Fatah und Hamas hatten sich seit den Wahlen 2006 kontinuierlich verschlechtert. Nach einem blutigen Machtkampf übernahm die Hamas 2007 die Kontrolle im Gazastreifen. Die nunmehrige Einigung sehen Beobachter als wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem Palästinenserstaat.