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Todesurteile gegen Demonstranten in Bahrain

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Todesurteile gegen Demonstranten in Bahrain

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Ein Militärgericht im arabischen Königreich Bahrain hat vier Demonstranten zum Tode verurteilt. Die Regimegegner sollen bei Protestdemonstrationen zwei Polizisten getötet haben. Drei weitere Protestierer erhielten lebenslange Haftstrafen, so einheimische Medien.

Im Februar und März hatten Sicherheitskräfte Kundgebungen der mehrheitlich schiitischen Opposition auf dem Perlen-Platz in Manama niedergeschlagen. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden dabei mindestens 26 Menschen getötet. Benachbartee Golfstaaten schickten zeitweise 2000 Soldaten und Polizisten.

Das sunnitische Herrscherhaus unter König Hamad bin Issa al-Chalifa hat inzwischen mehrere Oppositionsgruppen verboten und Medien auf Kurs trimmen lassen.

Die Washington Post berichtete in der vergangenen Woche von einer Verhaftungswelle, bei der bis zu 1200 Menschen festgenommen wurden seien. Laut Gewerkschaftsangaben wurden mehr als 900 Menschen aus ihrem Job entlassen, weil sie an Demonstrationen teilgenommen hatten.