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Arbeitslosigkeit in Spanien auf 35-Jahres-Hoch

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Arbeitslosigkeit in Spanien auf 35-Jahres-Hoch

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Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist weiter dramatisch gestiegen und hat den höchsten Stand seit 35 Jahren erreicht. Das gab das nationale Statistikamt in Madrid bekannt. Demnach waren im ersten Quartal 2011 rund 4,9 Millionen Menschen ohne Beschäftigung, etwa 210.000 mehr als im Quartal davor. Die Erwerbslosenquote kletterte im gleichen Zeitraum um einen Punkt auf 21,3 Prozent.

Die Regierung bemühte sich angesichts dieser Zahlen, keine Krisenstimmung aufkommen zu lassen. Arbeitsminister Valeriano Gomez versuchte aber auch nichts zu beschönigen. Keine Regierung der Welt könne derartige Statistiken akzeptieren, nicht mal eine der heutigen Opposition, sagte Gomez angesichts der scharfen Kritik der spanischen Konservativen.

Die Statistiker zählten zudem fast 1,4 Millionen Haushalte, in denen alle Erwerbsfähigen ohne Job sind. Das hoch verschuldete Land kämpft mit den Folgen der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Die Einzelhandelsumsätze gingen zuletzt fast zweistellig zurück. Zugleich stieg die Inflation auf 3,5 Prozent, deutlich stärker als im EU-Durchschnitt.