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Tunesien empört über Grenzverletzung durch Gaddafi-Soldaten

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Tunesien empört über Grenzverletzung durch Gaddafi-Soldaten

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Gaddafi-treue Truppen haben Aufständische vom libysch-tunesischen Grenzposten Dehiba-Wezen vertrieben. Dabei drangen sie auf tunesisches Gebiet vor. Auch wenn sie sich Agenturberichten zufolge wieder zurückzogen und entschuldigten, verurteilte Tunesien scharf die Verletzung seiner territorialen Integrität und die Gefährdung der Bewohner in Grenznähe. Die tunesische Regierung forderte Libyen auf, derartige Operationen sofort einzustellen.

Die Aufständischen versuchten am Abend, den für ihren Nachschub wichtigen Grenzposten zurückzuerobern. Doch bei einigen macht sich Verzweiflung breit: “Wo ist die NATO? Wo sind sie? Wo sind die Medien? Vor einer halben Stunde hat Gaddafi uns mit Raketen von allen Seiten beschossen”, brüllt ein bewaffneter Aufständischer verzweifelt, allein auf weiter Flur.

Seit einer Woche ist der Grenzposten umkämpft. Auch die von den Rebellen gehaltene Stadt Misrata wurde nach ihren Angaben weiter beschossen. Nach Vertreibung der Gaddafi-Truppen aus der Stadt sei es nun an der NATO, Misrata von außen zu schützen, hieß es.