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Gaddafi bietet Waffenstillstand an - NATO bombt

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Gaddafi bietet Waffenstillstand an - NATO bombt

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Der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi hat der NATO einen Waffenstillstand und Verhandlungen angeboten. In einer im libyschen Staatsfernsehen übertragenen Ansprache sagte Gaddaffi, Libyen habe mehrfach einen Waffenstillstand angeboten, aber die Kreuzzügler der NATO griffen weiter an. Die Tür zum Frieden stehe aber weiter offen. Gaddafi schloss aus, sein Land zu verlassen. Während die Ansprache ausgestrahlt wurde, griffen NATO-Flugzeuge drei Ziele in unmittelbarer Nähe des Sendezentrums an. Von libyscher Seite wurde der Luftangriff als Anschlag auf Gaddafis Leben bezeichnet.

Die Kampfhandlungen griffen erstmals auch auf Tunesien über. Regierungstruppen flüchteten vor Aufständischen auf tunesisches Hoheitsgebiet. Bewohner des Grenzorts Dehiba bewarfen die Fahrzeuge der Regierungstruppen mit Steinen. Tunesisches Militär trennte die Gruppen. Die libyschen Rebellen hatten die zuvor die Kontrolle über den Grenzübergang von den Regierungstruppen zurückerobert. In den vergangenen Tagen hatten sich Aufständische aus der westlichen Bergregion Libyens ins Nachbarland abgesetzt.

NATO-Schiffe verhinderten das Verminen des Hafens von Misrata. Mehrere Schiffe, die offensichtlich beabsichtigten, Minen in der Hafenzone zu verlegen, seien abgefangen worden, hieß es im zuständigen NATO-Hauptquartier in Neapel. Die Minen galten vermutlich Hilfstransporten, die bisher über den Hafen liefen.