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Chinesen ignorieren Rauchverbot

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Chinesen ignorieren Rauchverbot

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In China ist am Sonntag ein Rauchverbot an öffentlichen Plätzen in Kraft getreten. Davon betroffen sind Parks, Hotels, Restaurants, Theater und Museen. Die Volksrepublik kommt einer Aufforderung der Weltgesundheitsorganisation nach. Sie hatte verlangt, das Internationale Abkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs endlich anzuwenden und ein Rauchverbot zu erlassen.

“Ich bin süchtig. Ich sterbe, wenn ich aufhöre zu rauchen. Es ist schwer Freundschaften zu schließen oder Geschäfte zu machen, wenn man nicht raucht”, meint der Pekinger Zhang ZhiQiang. “Wer in geschlossenen Räumen raucht, sollte an Kinder, Senioren und Schwangere denken, die Opfer dieses schmutzigen Verhaltens sind”, mahnt Nichtraucherin Zhang LiYuan.

Rauchen ist Bestandteil des chinesischen Alltags. In der Volksrepublik gut 350 Millionen Raucher. Rund ein Drittel aller Raucher in der Welt sind Chinesen. 42 % aller Zigaretten werden in China hergestellt. Experten geben dem Rauchverbot geringe Chancen.

“Wir sprechen jeden Raucher an. Aber die Raucher sind verärgert und machen es uns nicht leicht. Es wird schwierig werden”, beschreibt der Polizist seine ersten Erfahrungen mit dem neuen Gesetz.

Die Rauchverbote zu den Olympischen Spielen in Beijing und zur Weltausstellung in Shanghai waren von den Chinesen ignoriert worden.