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Kurier führte USA auf bin Ladens Spur

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Kurier führte USA auf bin Ladens Spur

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Nicht in einer Höhle in den Bergen, sondern in einer Villa in Pakistan ist Osama bin Laden, der meistgesuchte Mann der Welt, in der vergangenen Nacht getötet worden. US-Präsident Obama bestätigte dies, offizielle Bilder gab es zunächst aber nicht.

In einer 40-minütigen Blitzaktion beschoss amerikanischen Angaben zufolge eine kleine US-Hubschraubereinheit das Gebäude in Abottabad gut sechzig Kilometer nördlich von Islamabad. Auf die Spur gekommen sei man durch die mehrjährige Verfolgung eines mutmaßlichen Kuriers, der ebenfalls dort gelebt haben soll.

Laut Obama wurde bin Laden bei einem Schusswechsel getötet. Ein US-Fernsehsender verbreitete danach Innenaufnahmen aus der Villa: Auf dem Fußboden eines Schlafzimmers war eine Blutlache zu sehen.

Ziel der Mission sei nicht die Festnahme, sondern die Ermordung bin Ladens gewesen, hieß es in US-Medien unter Berufung auf offizielle Quellen. Drei weitere Männer und eine Frau wurden ebenfalls getötet. Der 54-jährige bin Laden wurde Medienberichten zufolge umgehend im Meer bestattet, jedoch im Einklang mit islamischen Praktiken. Die USA fürchten nun Vergeltungsaktionen.