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Nach bin Ladens Tod: Pakistan zwischen Kritik und Hoffnung

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Nach bin Ladens Tod: Pakistan zwischen Kritik und Hoffnung

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Die Nachricht vom Tode Osama bin Ladens hat sich wie ein Lauffeuer auch in Pakistan verbreitet. In dem Land also, in dem der ehemalige Chef des Terrornetzwerks Al-Kaida in der Nacht von US-Soldaten erschossen wurde. Auch hier wird spekuliert, welche Folgen der Tod bin Ladens nun haben wird. Dr. Tahir Amin ist Experte für internationale Beziehungen. Er sagte: “Vielleicht hat der pakistanische Geheimdienst ISI gedacht, dass die Gefangennahme oder der Tod bin Ladens die Beziehungen zu den USA wieder verbessert.”

Der pakistanische Geheimdienst war an der Suche nach dem Terror-Chef maßgeblich beteiligt. Allerdings wird der Einsatz von US-Militärs wiederum hier auch skeptisch gesehen. Ein Passant aus der Hauptstadt Islamabad etwa sagte: “Keine ausländischen Militärkräfte sollten pakistanisches Territorium betreten dürfen. Eine solche Operation in Pakistan verletzt unsere Gesetze und unsere Souveränität. Wir sollten niemandem die Erlaubnis dazu geben.”

Auch in Karatchi, der größten Stadt des Landes, nahmen die Menschen die Nachricht mit großem Interesse auf. Die Hoffnung, das Land werde aus dem Fadenkreuz der US-amerikanischen Terroristenjäger verschwinden, steigt. Ein Anwohner meinte: “Jetzt, wo bin Laden tot ist, sollte mit dem US-Drama in Pakistan, mit den Drohnenangriffen endlich Schluss sein. Wenn der Anführer weg ist, wird die Organisation destabilisiert. Amerika sollte jetzt damit aufhören, unschuldige Pakistaner zu töten.”