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Osama bin Laden - Märtyrer oder als Trophäe der Amerikaner?

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Osama bin Laden - Märtyrer oder als Trophäe der Amerikaner?

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Der seit einem Jahrzehnt meistgesuchte Feind, auf den ein millionenschweres Kopfgeld ausgesetzt war, ist ausgeschaltet. Gerät das Präsident Obama nun zum Erfolg? Seit 2005 war Al Kaida kein Attentat im Westen mehr gelungen – statt dessen wuchs der ideologische Einfluß auf bestimmte Gruppen.

Die jüngsten Revolutionen in der arabischen Welt sprechen dafür, dass die Menschen dort Demokratie, Wohlstand und Menschenrechte wollen – aber keine Kalifats-Ordnung im Stile des frühen Islam. Autokratische Herrscher werden verjagt. Die Völker orientieren sich an modernen Lebensformen. Der Westen als Feind der Muslime?

Dieses Denkmodell hat sich als unbrauchbar erwiesen. Dennoch bleibt eine gewisse Bedrohung, gerade weil niemand so genau weiß, wer oder was denn wirklich hinter solchen Namen steckt wie” Al Kaida im Irak”, im “islamischen Maghreb” oder auf der arabischen Halbinsel. Sind gelegentliche Bekennerbotschaften echt? Oder kochen auch ganz andere Interessengruppen als Trittbrettfahrer ihr Süppchen?

Was hat es zum Beispiel mit dem angeblich so besonders gefährlichen Al Kaida-Ableger in Jemen auf sich? Seit das Volk dort gegen den Langzeit-Präsidenten auf die Straße geht, hört man von der regionalen Terror-Fraktion nichts mehr.

Dabei galt sie noch vor wenigen Monaten als besonders bedrohlich für die USA.

Diese Fraktion soll noch im Oktober 2010 mit Paketbomben in Druckerpatronen einen Anschlag auf ein Flugzeug versucht haben. Aber wem hätte es genutzt, wenn das geklappt hätte? Fragen: reichlich – klare Antworten: keine.