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Wie wurde bin Laden zum "Feind Nummer 1"?

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Wie wurde bin Laden zum "Feind Nummer 1"?

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Für die USA ist er der “Feind Nummer 1”, der meistgesuchte Mann auf dem Planeten.

Diesen zweifelhaften Ruhm hat sich der als Saudi geborene Osama bin Laden seit Mitte der 90er Jahre erarbeitet – auch wenn bei vielen Anschlägen nicht genau erwiesen ist, ob bzw. wie genau er damit zu tun hat.

Osama ist in der Geschwisterfolge der 17.

Geboren zwischen März ´57 und Februar ´58 – er selbst nannte verschiedene Daten.

Er soll ein ruhiger, sogar schüchterner Junge gewesen sein, was möglicherweise mit dem niedrigen Stand seiner Mutter zu tun hatte, die als vierte Ehefrau des Vater eher eine Art Haussklavin war.

Der Vater, ein im Baugeschäft in Saudi Arabien reich gewordener Analphabet aus dem Jemen, galt zeitweise als der Baumeister der saudischen Königsfamilie

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1979 war das Schlüsseljahr für die politischen Aktivitäten des jungen Osama.

Vorher hing er der Moslembruderschaft an.

Nach dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan aber begann er zuerst Geld zu sammeln für den Widerstand – und dann selbst arabische Freiwillige zu werben, für die er Ausbildungslager einrichtete.

Zehn Jahre später mußten die Sowjets geschlagen abziehen.

Nach dem Überfall des Irak auf Kuweit erlaubte Saudi Arabien den USA die Stationierung von Truppen – für Osama bin Laden waren das “Ungläubige auf heiligem Boden”.

Es folgte 1993 ein erster Anschlag auf das World Trade Center in New York.

Der Feind stand für Osama bin Laden inzwischen klar im Westen. 1998 starben bei Angriffen auf die US-Botschaften in Nairobi und in Daressalam mehr als 200 Menschen

….und das FBI setzte den mutmaßlich Verantwortlichen auf die Liste der 10 meistgesuchten Personen…

Elfter September 2001.

Wieder war das Word Trade Center das Ziel – diesmal aber in einem Ausmaß, das diesen Anschlag zum Symbol des Terrorismus überhaupt werden ließ.

Die Namen der Täter sind bekannt – wieweit bin Laden direkt dahintersteckt, dazu gibt es laut FBI keine verläßlichen Angaben.

In seinen Video-Botschaften hat er sich nie zur Urheberschaft bekannt. In diesem hier sagt er, die Amerikaner hätten die Früchte ihrer Nahost-Politik geerntet – wie immer das gemeint sein mag….

Monate später sprach er von den Brüdern, die die Operation durchgeführt und dabei gewußt hätten, daß es sich um Märtyrertum handelt.

wörtlich: “Wir baten sie nach Amerika zu gehen, sie wußten aber nicht, für welche Operation…..

das erfuhren sie erst unmittelbar bevor sie an Bord gingen.”

Darauf antwortete US-Präsident Bush:

“Ich will ihn haben. Ich will Gerechtigkeit….wie es auf den alten Steckbriefen heißt: tot oder lebendig.”

Seither ist dieser Mann, der zeitweise wie ein Phantom durch die Weltpresse geisterte, auch oft für bestimmte politische Zwecke benutzt worden.

In seinem Namen wurden in demokratischen Staaten Bürgerrechte beschnitten.Fraglich ist ob sich noch aufklären läßt, wofür welche er genau verantwortlich ist.