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Barenboim in Gaza

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Barenboim in Gaza

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Zum ersten Mal ist der weltberühmte Dirigent Daniel Barenboim zu einem Konzert in den Gazastreifen gekommen.

Auf dem Programm stand Mozarts “Kleine Nachtmusik” mit der er seine Solidarität mit den Menschen im eingeschlossenen Palästinensergebiet erklärte.

Die Musiker waren auf Einladung der UN-Mission in Palästina über den ägyptischen Kontrollpunkt Rafah nach Gaza eingereist, da Israel die Einreise verweigert hatte.

Daniel Barenboim:“Ich bin hier, um zur Versöhnung aufzurufen. Nach der Revolution in Ägypten und anderen arabischen Staaten sollten wir den Neuanfang wagen.”, sagte der argentinisch-israelische Dirigent.

Auch von einem zwischenzeitlichen Stromausfall im Konzertsaal ließ sich das Orchester nicht beirren.

In dem eigens für das Konzert in Gaza gebildeten Orchester spielten rund 30 Musiker, aus namhaften Orchestern wie der Staatskapelle Berlin und der Berliner sowie der Wiener Philharmoniker.

Das Publikum zeigte sich begeistert.

Eine junge Frau: “Ich studiere selbst Musik. Wir haben es uns immer gewünscht, einmal ein solches Konzert zu hören. Es war toll!”

Ein junger Mann:“Oh, der Dirigent ist Israeli?? – Egal! Ich bin gekommen, ihm zuzuhören.”

Barenboim, der sich seit langem für eine Versöhnung im Nahost-Konflikt einsetzt, rief Palästinenser und Israelis dazu auf, sich über eine Zwei-Staaten-Lösung zu verständigen.