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Abbas: "Schwarzes Blatt der Teilung für immer gewendet"

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Abbas: "Schwarzes Blatt der Teilung für immer gewendet"

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Die lange verfeindeten Palästinenserparteien Fatah und Hamas haben sich in Kairo versöhnt. Palästinenserpräsident und Fatah-Chef Mahmud Abbas sowie der Chef der Exil-Organisation der Hamas, Chalid Meschal, reichten sich in Ägyptens Hauptstadt die Hände. Das Friedensabkommen sieht die Bildung einer gemeinsamen Regierung vor sowie Wahlen innerhalb eines Jahres. Abbas sagte:

“Vier schwarze Jahre haben die Interessen der Palästinenser verdunkelt. Bei diesem Treffen unterstreichen wir unseren vereinten Willen. Wir versichern den Palästinensern, dass wir das schwarze Blatt der Teilung für immer wenden.”

Auch Hamas-Vertreter Meschal bekräftigte den Willen zum Palästinenserfrieden. Er sagte:

“Im Namen der Hamas und wahrscheinlich aller Fraktionen sage ich, dass wir bereit sind, jeden Preis zu zahlen um die Versöhnung zu besigelen und wieder zur Tagesordnung überzugehen.”

Die radikalere Hamas wird nun vorerst weiter den Gazastreifen kontrollieren, die gemäßigte Fatah die Autonomiegebiete im Westjordanland. Israel sprach sich gegen die Versöhnung aus, die von vielen Palästinensern freudig begrüßt wurde.

Euronews-Korrespondeten Mohammed Elhamy:

“Die Umsetzung der palästinensischen Versöhnung scheint die schwierigste Aufgabe für Hamas und Fatah zu werden. Die Bedeutung dieses Friedens besteht darin, die Palästinenser zu einen und den Traum von einem eigenen Staat zu retten.”