Eilmeldung

Eilmeldung

Hilfe für Lissabon verhindert Rezession nicht

Sie lesen gerade:

Hilfe für Lissabon verhindert Rezession nicht

Schriftgrösse Aa Aa

Nach der grundsätzlichen Einigung auf das Hilfsprogramm entspannte sich die Lage für das finanzschwache Euro-Land an den Finanzmärkten. Während sich die Regierung in Lissabon erleichtert zeigte, reagierten die Oppositionsparteien unterschiedlich. So heißt es auf Plakaten der Linken, dass schließlich jeder einzelne Bürger das Hilfspaket des IWF bezahlen werde. “Die derzeitige Rezession in Portugal wird im nächsten Jahr weitergehen”, so Francisco Louca, Chef des Linksblocks. “Die Zahl der Arbeitslosen wird von 700.000 auf 800.000 anwachsen. Wenn die Pläne der EU und des IWF darauf hinauslaufen, folgt eine Tragödie, die die Wirtschaft des Landes zerstören wird.” Das Defizit beträgt 10,5 Milliarden Euro, Ende des Jahres werden die Schulden nicht weniger als 97,3 Prozent des Bruttosozialprodukts ausmachen. Auch schrumpft die Wirtschaft in diesem Jahr voraussichtlich um fast ein Prozent. Das Hilfspaket soll am 16. Mai endgültig geschnürt werden. Dann müssen die Finanzminister des Eurogebiets einstimmig für die Portugal-Hilfen votieren, damit die Hilfen aus dem europäischen Rettungsfonds möglich werden.