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Hilfspaket für Portugal steht

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Hilfspaket für Portugal steht

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Das Milliarden-Rettungspaket für das hoch verschuldete Portugal ist in trockenen Tüchern.

Man habe die Verhandlungen mit den Vertretern der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) erfolgreich abgeschlossen, so der geschäftsführende Regierungschef José Sócrates.

Sócrates:

“Die Regierung hat gut verhandelt. Dies ist eine Vereinbarung, die Portugal hilft. Natürlich gibt es kein Hilfsprogramm ohne Zugeständnisse. Das wäre unrealistisch. Die Zeiten verlangen heute Anstrengungen und harte Arbeit. Das sollte jedem klar sein. Wenn man aber andere internationale Hilfsprogramme kennt und die vielen spekulativen Geschichten in der Presse – dann fühle ich mich verpflichtet, den Portugiesen zu sagen: “ruhig Blut.”

Wieviel Geld Portugal braucht und bekommt, sagte Sokrates nicht. EU-Kommission und Medien gehen von bis zu 80 Milliarden Euro aus.

Die geforderten Zugeständnisse seien weniger hart als befürchtet, so Sócrates, er habe auch mehr Zeit für den Abbau seines Staatsdefizits ausgehandelt.

Von Griechenland und Irland war in gleicher Lage verlangt worden, Steuern zu erhöhen und im öffentlichen Dienst zu kürzen.

Nun blicken alle Beteiligten mit Spannung nach Finnland, wo etwaige Portugal-Hilfen vom Parlament gebilligt werden müssen. Die euroskeptischen „Wahren Finnen“ sperren sich und hatten bei der jüngsten Wahl stark zugelegt.