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Vogelfrei

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Was ist genau passiert in diesem Haus in Abottabad in Pakistan ? Hier starb in der Nacht zum Montag meistgesuchte Mensch der Welt – Al-Kaida-Chef Osama bin Laden – bei einer US-Kommando-Aktion.

Die überlebenden Hausbewohner sind offenbar in pakistanischem Gewahrsam. Die Informationen der Amerikaner kommen in kleinsten Portionen – oft erzwungen von wilden Spekulationen.

So geht CIA-Chef Leon Panetta davon aus, dass früher oder später ein Foto des toten Terroristenchefs veröffentlicht wird – sein Körper ist im Meer versenkt, viele glauben deshalb die ganze Geschichte nicht.

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Auf die Frage “war Bin Laden bewaffnet?” sagte Jay Carney, Sprecher des Weißen Hauses:

“Zunächst einmal denke ich, Widerstand erfordert keine Schusswaffe (…), er war nicht bewaffnet, so weit ich weiß”

Es gebe Fotos vom toten Bin Laden, die seien grauenhaft, sagt auch Jay Carney.

Und wo kamen die Informationen her über den persönlichen Kurier, der schließlich zu Bin Laden führte ?

Peter King, Ausschuss für Innere Sicherheit im Repräsentantenhaus:

“Ich habe mit Leuten gesprochen, die sehr nahe am Geschehen dran waren. Sie sagten – die ersten Informationen stammten von Chalid Scheich Mohammed, nachdem er in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Kurier dem Waterboarding unterzogen wurde. Von al-Libbi kamen weitere Informationen dazu, aber zunächst von Chalid Scheich Mohammed nach Waterboarding.”

Die Al-Kaida-Führer Chalid Scheich Mohammed und Abu Faraj al-Libbi werden im umstrittenen US-Militärstützpunkt Guantánamo Bay vermutet.

Waterboarding ist eine Foltermethode, bei der Ertränken simuliert wird.

Unmittelbar nach Ablauf der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush hatte Nachfolger Barack Obama Anfang 2009 ein Verbot des Waterboarding angeordnet.