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Arbeiter betreten verstrahlten Reaktor in Fukushima

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Arbeiter betreten verstrahlten Reaktor in Fukushima

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Erstmals nach der Havarie des Atomkraftwerks im

japanischen Fukushima haben wieder Menschen ein

Reaktorgebäude betreten. Ziel ist es, das Kühlsystem in Reaktor Nummer Eins wieder zu installieren, so Kraftwerksbetreiber Tepco.

Die Männer sollen in kleinen Gruppen arbeiten, jede Gruppe soll nur zehn Minuten in dem Reaktor bleiben.

Das Atomkraftwerk Fukushima war beim Erdbeben und dem anschließenden Tsunami am 11. März schwer beschädigt worden.

In einer Turnhalle in Nihonmatsu City, wo Überlebende untergebracht sind, muss sich Tepco-Chef Masataka Shimizu schwere Vorwürfe anhören:

Ein älterer Herr ist aufgebracht. Er ruft: “Sie haben immer gesagt, das AKW sei sicher. Sie haben immer gesagt, es könne nichts passieren. Haben Sie uns angelogen? Sind Sie nichts anderes als ein Lügner?”

Shimizu kniet am Boden. Er antwortet: “Wir tun, was wir können. Mir tut das alles sehr leid. Ich bitte aus tiefstem Herzen um Verzeihung. “

Die Havarie des Meilers war auf der internationalen Skala auf der höchsten Stufe 7 eingestuft worden – ebenso wie Tschernobyl. Allerdings gelangte in Fukushima bislang deutlich weniger Radioaktivität in die Umgebung.

Durch die Katastrophe verlor Japan 15.000 Menschen, 11.000 werden noch vermisst.