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Finanzkrise: Portugiesen verlieren Glauben an die Zukunft

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Finanzkrise: Portugiesen verlieren Glauben an die Zukunft

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Das Geld wird bald fließen, doch die Menschen in dem ärmsten Land Westeuropas wissen, dass sie den Gürtel enger schnallen müssen. Auch befürchten sie, dass die politische Krise der Sanierung schaden könnte. Am bittersten aber ist, dass viele auf Wünsche verzichten müssen, die im Grunde selbstverständlich sind: “Ich habe den Glauben an die Zukunft verloren”, sagt eine junge Frau. “Ich bin 32, ich will ein Kind, doch das ist nicht möglich, weil mir das Geld für Schule und Gesundheitsversorgung fehlt.” Und eine andere meint: “Dass wir internationale Hilfe bekommen, ist in Ordnung, es hätte bereits vor langer Zeit geschehen sollen, denn jetzt sind die Schulden noch höher. Nun sind wir genötigt, auf den Schuldenberg noch mehr draufzulegen. Hilfreich ist das nicht.” Was in keinem anderen Land Westeuropas denkbar ist: Viele Portugiesen haben Gehälter von 500 bis 1 000 Euro. Der Mindestlohn liegt bei 475 Euro.