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Libyens Rebellen wollen Zugang zu Sperrkonten

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Libyens Rebellen wollen Zugang zu Sperrkonten

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Ist das schon eine Vorahnung von Frieden in Libyen – oder nur eine Waffenpause ? Heute kommt in Rom die internationale Libyen-Kontaktgruppe zu ihrem dritten Treffen zusammen – die Beschlusslage ist und bleibt schwierig. Beispiel Adschdabia – die Stadt im Osten Libyens ist seit vier Wochen wieder in der Hand der Aufständischen und die Bewohner kehren nach und nach zurück.

Oder Misrata: Hier schaffte es die “Red Star One” nach tagelangem Warten in einer Feuerpause in den Hafen, um Arbeitsmigranten aus Asien und dem südlichen Afrika aus der Kampfzone zuu bringen – 800 kamen mit. Aber hunderte Libyer, die der belagerten Stadt entfliehen wollten, mussten zurückbleiben.

In Libyen ist der Krieg überall und nirgends, auf umkämpften Straßen Gefechtsschrott, Bomben- und Granaten-Blindgänger. Schlangestehen für Brot, aber erst mal für Geld, wie in der Rebellenhochburg Bengasi.

“Es wurden mehr als 160 Milliarden Dollar eingefroren. Was wir bräuchten, wären so etwa zwei bis drei Milliarden, um für die kommenden drei Monate planen zu können,”

so ein Jalal el Galal vom Nationalen Übergangsrat an die Adresse der Kontaktgruppe.

Und Italiens Parlament hängte noch eine Botschaft dran, als es einen befristeten Einsatz von Kampfflugzeugen bei Nato-Luftangriffen absegnete: Besser als Bomben sei eine diplomatische Lösung.