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Anschläge von London: Untersuchung entlastet Einsatzkräfte

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Anschläge von London: Untersuchung entlastet Einsatzkräfte

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Eine gerichtliche Untersuchung hat in Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom Juli 2005 die Rettungskräfte und Geheimdienste entlastet. Bei den Anschlägen waren 52 Menschen sowie die Attentäter getötet worden, mehr als 700 erlitten Verletzungen. Zahlreiche Angehörige der Opfer hatten eine öffentliche Untersuchung gefordert, da sie Versäumnisse auf Seiten der Einsatzkräfte oder der Geheimdienste vermuteten. Das Ergebnis der gerichtlichen Ermittlungen stellt jedoch nicht alle zufrieden. “Ich akzeptiere diese Entscheidung in den Bereichen, die ich selbst kenne”, meint ein Überlebender der Anschläge. “Anderes ist mir nicht bekannt, ich kann darüber nichts sagen. Ich war sehr lange Zeit der Überzeugung, dass viele Menschen nicht gestorben wären, wenn die Umstände andere gewesen wären.” Und die Mutter eines Opfers will nicht aufgeben: “Ich denke, wir brauchen trotzdem eine öffentliche Untersuchung. Das kann diese Untersuchung nicht ersetzen, die Richterin unterliegt strengen Regeln, sie kann nicht alles sagen oder tun. Sie hat ihre Arbeit gut gemacht, aber wir müssen tun, was notwendig ist.”

Die Richterin hatte erklärt, auch raschere Hilfe hätte niemanden retten können. Zur Rolle der Geheimdienste meinte sie, diese hätten nicht über die nötigen Ressourcen verfügt. Der Geheimdienst

MI6 hatte den Anführer der Terroristen zunächst überwacht; die Beschattung war später jedoch wegen Personalmangel abgebrochen worden.