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Kämpfe in Libyen gehen weiter

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Kämpfe in Libyen gehen weiter

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Neben Misurata rückt in Libyen auch das Geschehen rund um die Stadt Sintan in den Blick – dazu die Kämpfe im nahegelegenen Grenzgebiet zu Tunesien.

Das weit im Westen gelegene Sintan wird von den Aufständischen gehalten, die Machthaber Muammar Gaddafi stürzen wollen. Dessen Truppen nehmen die

Stadt aber unter Beschuss, trotz der Bemühungen der NATO.

Ein großer Teil der NATO-Luftangriffe richtet sich inzwischen gegen Regierungstruppen und ihre Einrichtungen in der Gegend um Sintan. Nach Angaben des Bündnisses wurden gestern unter anderem mehrere Munitionslager getroffen, dazu einige Panzer und Geschütze.

Auf internationaler Ebene verstärkt Russland seine Kritik am westlichen Vorgehen in Libyen. Die so genannte Kontaktgruppe dürfe nicht den Weltsicherheitsrat ersetzen und nicht Partei ergreifen, sagt Außenminister Sergej Lawrow.

Die geplanten Hilfsgelder für die Rebellen gingen über die Entschließung 1973 des Rats hinaus. Auch ein Einsatz von Bodentruppen sei darin eindeutig ausgeschlossen.

In der Hauptstadt Tripolis, also auf Gaddafi-Gebiet, sind Vertreter von über achthundert Stämmen zusammengekommen. Sie verlangen ein Ende der Kämpfe im Land und auch der NATO-Luftangriffe. Die Aufständischen kritisieren aber, dass hier keineswegs alle Stämme des Landes vertreten seien.