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Nach dem Freitagsgebet: Antiamerikanische Proteste

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Nach dem Freitagsgebet: Antiamerikanische Proteste

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Erstmals seit der Tötung Osama bin Ladens hat es in der islamischen Welt größere Protestkundgebungen gegen die USA gegeben – pünktlich zu den Freitagsgebeten. In Abbottabad, wo bin Laden aufgespürt worden war, mischt sich in die Wut auf die Amerikaner auch Ärger über die Tatenlosigkeit des eigenen Militärs und Geheimdienstes.

In Indonesien, dem Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung, taten hunderte Männer ihre Bereitschaft kund, ihr Leben zu opfern, um den Tod bin Ladens zu rächen.

In Ägyptens Hauptstadt Kairo beteten hunderte Salafisten in einer Moschee eigens für den getöteten Al-Kaida-Anführer. Von der Polizei wurden sie dann bei ihrem Demonstrationszug zur US-Botschaft auseinandergetrieben.

Auch in der Türkei machten Demonstranten ihrer Wut auf die eigenmächtige Aktion der USA Luft.

Dass an den Protesten vielerorts zunächst nur einige hundert Menschen teilnahmen, werteten Kommentatoren als Zeichen für den eher geringen Rückhalt bin Ladens in der Bevölkerung.