Eilmeldung

Eilmeldung

Was wurde in London vor und nach dem Attentat vom 7. Juli 2005 falsch gemacht?

Sie lesen gerade:

Was wurde in London vor und nach dem Attentat vom 7. Juli 2005 falsch gemacht?

Schriftgrösse Aa Aa

Es war das schlimmste Attentat, das das Königreich je zu erleiden hatte. Am 7. Juli 2005 starben 52 Menschen, mehr als 700 wurden verletzt.

Kurz nacheinander waren im öffentlichen Nahverkehr der Millionenstadt London im morgendlichen Berufsverkehr mehrere Bomben explodiert.

Es waren die Familien der Opfer, die diese gerichtliche Untersuchung verlangt und letztlich durchgesetzt hatten. Es ging dabei um Vorwürfe an die Adresse von Geheimdiensten und Rettungskräften. Als im Oktober 2010 vor dem “Royal Court of Justice” das Verfahren eröffnet wurde, sagte der verbitterte Vater von David Foulkes: “Ich will die Leute von den Geheimdiensten sehen, die gelogen haben, die mir gesagt haben, sie hätten nichts über die Bombenleger gewußt und von denen wir jetzt hören, sie hatten ein ganzes Überwachungsteam im Einsatz. Warum haben die mich angelogen? Warum kamen die zu mir nach Hause und sagten, sie hätten nichts voraussehen können?”

Der Chef der 4 Selbstmordattentäter, Mohamed Sidique Khan, den man auf diesem von Al Dschasira ausgestrahlten Video sieht, war vom britischen Inlandsgeheimdienst MI 5 zunächst überwacht worden. Aus Mangel an Personal wurde die Überwachung abgebrochen. Man hatte diesem Mann keine Priorität eingeräumt. Inzwischen hat die Untersuchung ergeben, es wäre sehr wohl technisch möglich gewesen, die Kontakte von Mohamed Sidique Khan im Vorfeld der Anschläge aufzuklären.

Aber weil dem MI 5 nur begrenzte Mittel zur Verfügung standen, geschah das nicht.

So bekam der MI 5 den hoch-richterlichen Rat, seine Definition von Prioritäten noch einmal zu überdenken.

Und die wohl wichtigste richterliche Auflage an den gesamten Überwachungs- und Rettungsdienst der Londoner Verkehrsbetrieben lautet:

Unbedingt die Kommunikation verbessern.