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Albanien vor der Wahl

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Albanien vor der Wahl

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Im Vorfeld der anstehenden Kommunalwahlen ist die Situation in Albanien angespannt.

Dabei gilt die Abstimmung nach mehreren gefälschten Wahlen und nach politischer Gewalt mit Toten und Verletzten als Demokratietest für das arme Land.

Die konservative Regierung von Ministerpräsident Sali Berisha muss sich bei dem Urnengang vor allem gegen die sozialistische Opposition behaupten, die von Edi Rama angeführt wird – derzeit Bürgermeister von Tirana.

Die Europäische Union, die USA und vor allem

die OSZE haben viele Millionen Euro in die Wahlvorbereitungen investiert. Allein 400 OSZE Wahlbeobachter sind aufgeboten, den fairen Verlauf zu überwachen.

Eine junge Frau: “Ich interessiere mich nicht so für die Wahl aber, was man so sieht, in den Medien, scheint die Lage gespannt zu sein. Ich hoffe mal, alles läuft ruhig ab innerhalb europäischer Standards.”

Ende Januar waren bei Protesten der

sozialistischen Opposition gegen die konservative Regierung vier Menschen getötet worden. 150 weitere wurden verletzt. Nun muss sich zeigen, ob

Albanien diesen Demokratietest besteht und sich damit Hoffnungen auf eine weitere Annäherung an die EU machen kann.