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Tote bei Häftlingsrevolte in Bagdad

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Tote bei Häftlingsrevolte in Bagdad

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In Bagdad ist der Chef der Anti-Terror-Abteilung des Innenministeriums zu Grabe getragen worden. Er war bei einer Häftlingsrevolte im Ministerium getötet worden, bei der auch ein Führer von Al-Kaida, elf inhaftierte Mitglieder des Terrornetzwerks und fünf Polizisten ums Leben kamen. Mehrere Gefangene, die im Ministerium verhört werden sollten, hatten ein Gewehr entwendet und versucht, sich einen Fluchtweg frei zu schießen. Das anschließende Feuergefecht dauerte rund sechs Stunden. Ein Angehöriger des erschossenen Ministerialbeamten kann die Vorgänge nicht fassen. “Wie sind die Waffen ins Innenministerium gelangt?”, fragt er. “Und wieso waren die Türen der Zellen geöffnet, sodass die Gefangenen entkommen konnten?”

Den Häftlingen war vorgeworfen worden, an einem Massaker in einer Kirche in Bagdad beteiligt gewesen zu sein, bei dem mehr als 50 Menschen erschossen worden waren. Aus dem Innenministerium hieß es, die Lage in dem Gefängnis sei mittlerweile wieder vollständig unter Kontrolle.