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Wieder Gewalt gegen Christen in Ägypten

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Wieder Gewalt gegen Christen in Ägypten

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Bei Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen sind am Samstagabend in Kairo mindestens sechs Menschen getötet worden; mehr als 50 weitere wurden verletzt. Im nortdostkairoer Stadtteil Imbaba hatten Muslime die koptische Kirche Sankt Mina angriffen. Sie wollten die Frau eines koptischen Priesters befreien, die angeblich in der Kirche festgehalten worden war, weil sie sich zum Islam bekehren wollte. Es fielen Schüsse und Molotow-Cocktails wurden geworfen. Ein Großaufgebot von Polizisten und Soldaten trennte die beiden Gruppen.

Rund 10 Prozent der Ägypter sind Christen. Seit geraumer Zeit kommt es immer wieder zu Übergriffen auf die koptischen Christen. An Neujahr waren bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kirche in Alexandria mehr als 20 Menschen getötet worden. Im April demonstrierten mehr als 100.000 Kopten in Kairo für Demokratie und Religionsfreiheit.