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Ägyptische Christen protestieren nach Zusammenstößen

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Ägyptische Christen protestieren nach Zusammenstößen

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Christen in Ägypten setzen ihren Protest fort. Den zweiten Tag demonstrieren sie in der Hauptstadt Kairo vor dem Sitz des staatlichen Fernsehens. Auslöser sind die blutigen Zusammenstöße von Christen und Moslems vom Wochenende. Die Christen hier verlangen von den Sicherheitskräften einen besseren Schutz vor Übergriffen von Islamisten.

Von einer sehr kritischen Lage spricht Amr Mussa, der Generalsekretär der Arabischen Liga und ebenfalls Ägypter. Das ziele darauf, die Gesellschaft zu beschädigen oder zu zerstören. Militärrat und Regierung, so antwortet er auf eine Frage danach, müssten ein Treffen von Forschern, Denkern und allen anderen einberufen, die diese kritische Lage begriffen und hier helfen könnten.

Islamisten hatten eine Kirche angegriffen. Ihrer Meinung nach wurde dort eine Frau festgehalten, die
vom Christentum zum Islam übergetreten sei; Auslöser war aber möglicherweise enttäuschte Liebe. Die Christen setzten sich zur Wehr. Auf beiden Seiten wurden insgesamt zwölf Menschen getötet, weit über zweihundert verletzt.