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Berlusconi beschmipft Staatsanwälte

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Berlusconi beschmipft Staatsanwälte

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Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist erneut vor Gericht erschienen. Dieses Mal handelt es sich um ein wieder aufgerolltes Korruptionsverfahren. Berlusoni wird vorgeworfen, seinem ehemaligen Anwalt David Mills für Falschaussagen in den 90er Jahren rund 420.000 Euro gezahlt zu haben.

Einem Radiosender erklärte der 74-Jährige Medienmogul, der Fall sei das Ergebnis einer Fehde der Justiz gegen ihn. Seine Partei habe eine Untersuchungskommission beantragt. Zudem beschimpfte Berlusconi die Staatsanwälte als “Krebsgeschwür der Demokratie”.

Vor dem Gericht in Mailand versammelten sich Gegner als auch Befürworter des Ministerpräsidenten.

Berlusconi muss im Fall Mills kaum noch etwas befürchten. Das italienischen Abgeordnetenhaus verabschiedete kürzlich ein Gesetz zur Verkürzung der Verjährungsfristen.

Berlusconi steht derzeit in mehreren Fällen vor Gericht. Der Pikanteste ist der “Ruby-Prozess”: Berlusconi soll Sex mit einer zur Tatzeit minderjährigen Marokkanerin gehabt haben.