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Gerichtsstreit um gefährliche Chemikalien

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Gerichtsstreit um gefährliche Chemikalien

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Die Europäische Chemikalienagentur ECHA wird sich vor Gericht verantworten müssen. Zwei Umweltgruppen haben an diesem Montag juristische Schritte gegen die EU-Behörde angekündigt. Sie werfen der in Helsinki ansässigen Agentur vor, die Namen von Unternehmen unter Verschluss zu halten, die so wörtlich “einige der gefährlichsten Chemikalien produzieren, die auf dem Markt der Europäischen Union gehandelt werden”.

Die Umweltrecht-Organisation ClientEarth und die Chemikalien-Kontroll-Initiative ChemSec sagen, dass ECHA gegen EU-Recht verstösst, indem sie weder die Namen der Unternehmen veröffentlicht, die die umstrittenen Chemikalien produzieren, noch die Mengen dieser Produkte, die sie auf den Markt bringen.

Die europäische Chemikalienagentur gibt an, sie veröffentliche lediglich die Namen von Produzenten ‘gefährlicher Substanzen’. Allerdings verlangen die Umweltgruppen auch, dass nicht wie zur Zeit nur 47 Chemikalien als ‘sehr bedenklich’ eingestuft werden, sondern 378.