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Machtkampf in Teheran

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Machtkampf in Teheran

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Der Machtkampf im Iran dauert an. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad blieb zehn Tage lang den Sitzungen des Kabinetts fern. Danach kehrte er in sein Amt zurück. Der Präsident hat offenbar nicht mehr die volle Unterstützung des Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei und des konservativen Klerus. Auslöser des Machtkampfs war ein Rücktrittsgesuch des Geheimdienstministers Hejdar Moslehi. Ahmadinedschad nahm das Gesuch an. Chamenei, der laut Verfassung das letzte Wort in allen Staatsangelegenheiten hat, legte sein Veto ein. Er forderte, dass der Minister im Amt bleiben müsse. Beobachtern zufolge könnte die Parlamentswahl 2012 Hintergrund des Streits sein. Wollen Ahmadinedschad und seine Verbündeten die Mehrheit, brauchen sie die Unterstützung des Geheimdienst-Ministeriums.