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Pakistans Regierung verteidigt sich gegen Vorwürfe nach Bin-Laden-Tötung

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Pakistans Regierung verteidigt sich gegen Vorwürfe nach Bin-Laden-Tötung

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Pakistans Ministerpräsident hat seine Regierung sowie Armee und Geheimdienst gegen Kritik nach der Osama-bin-Laden-Tötung verteidigt.

Jussuf Rasa Gilani steht wegen der Tötung des Al-Kaida-Anführers unter Druck – in seinem eigenen Land ebenso wie außenpolitisch, bei den westlichen Verbündeten.

Vor dem Parlament sagt Gilani, Vorwürfe der Inkompetenz oder sogar der Komplizenschaft mit Al-Kaida seien absurd. Man sei entschlossen zu ergründen, wie, wann und warum Osama bin Laden in Abbottabad Zuflucht finden konnte. Eine Untersuchung solle das jetzt klären.

Innenpolitisch muss sich die Regierung rechtfertigen, weil bei dem Einsatz vor gut einer Woche amerikanische Soldaten ohne Absprache nach Pakistan eingedrungen sind. Ähnliche Kritik entzündet sich seit langem am Einsatz amerikanischer Drohnenflugzeuge über pakistanischem Gebiet.

Die Drohnen sollten angeblich Terroristen bekämpfen, sagt Gilani: Diese Angriffe seien aber eine Verletzung von Pakistans Hoheitsgewalt und damit kontraproduktiv. Hier gebe es zwischen Pakistan und den USA starke Meinungsverschiedenheiten.

Amerikanische Elitesoldaten hatten vor gut einer Woche das Haus gestürmt, in dem sich Osama bin Laden versteckt hielt. Dass der Al-Kaida-Anführer – wohl der meistgesuchte Mann der Welt – in der Garnisonsstadt Abbottabad jahrelang unbehelligt leben konnte, hat das Misstrauen in westlichen Ländern gegenüber pakistanischer Armee und Geheimdienst noch verstärkt.