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Besuch im eigenen Haus: Fukushima-Anwohner dürfen erstmals in die Sperrzone

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Besuch im eigenen Haus: Fukushima-Anwohner dürfen erstmals in die Sperrzone

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Die Bewohner der Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima sind erstmals zu einem offiziell genehmigten Besuch in ihre Häuser zurückgekehrt. Zwei Stunden hatten sie dafür Zeit. Mit einem Bus der Regierung trafen sie am Dorf Kawauchi ein und bekamen dort Schutzanzüge, Geigerzähler und eine Tasche für Habseligkeiten, die sie aus der Sperrzone herausholen wollen.

Jedoch: “Es wäre gut gewesen, wenn die Behörden uns über die Strahlendosis im Dorf informiert hätten. Bislang haben wir darüber nichts erfahren. Ich mache mir schon Sorgen”, klagt einer der Besucher.

Dass sie unterschreiben mussten, die Sperrzone auf eigene Verantwortung zu betreten, sorgte für Unmut. Nach der Katastrophe waren etliche Bewohner auf eigene Faust in ihre Häuser in der Evakuierungszone zwanzig Kilometer um das Kernkraftwerk zurückgekehrt. Seit dem 22. April hat die Regierung das Gebiet deshalb zur Sperrzone erklärt. Die Bewohner dürfen nun nur noch mit offizieller Genehmigung und unter Auflagen dorthin fahren.