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Flüchtlings-Drama auf Lampedusa geht weiter

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Flüchtlings-Drama auf Lampedusa geht weiter

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Der Flüchtlingsstrom aus Nordafrika, der auf der italienischen Insel Lampedusa anlandet, hält an – mit teils tragischen Folgen, wie das Unglück vom Sonntag zeigte. Ein Boot mit 500 aus Libyen geflohenen Menschen an Bord lief auf einen Felsen. Drei Menschen starben, Polizeitaucher suchten stundenlang nach weiteren Opfern.

Wir glauben, sie sind alleine gereist. Niemand hat sie nach dem Unfall als vermisst gemeldet. Wegen der unterschiedlichen Sprachen und Herkunft haben sie sich wahrscheinlich nicht gekannt.

Derweil warten auf Lampedusa weiter mehr als 1000 Flüchtlinge darauf, in andere Aufnahmezentren in Italien gebracht zu werden. Seit dem Beginn der Revolutionen in Nordafrika sind etwa 30 000 Menschen auf Lampedusa gelandet, einer gerade mal 20 Quadratkilometer großen Insel mit 5000 Einwohnern. Kamen zunächst vorwiegend Tunesier, sind die meisten Flüchtlinge jetzt aus Libyen.