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Japan will Atompolitik ändern

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Japan will Atompolitik ändern

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Japan will angesichts der Atomkatastrophe von Fukushima seine Atompolitik ändern. Am Montag wurde das Kernkraftwerk Hamaoka auf Druck der Regierung abgeschaltet. Es liegt in einem Erdbebengebiet, etwa 170 Kilometer südwestlich von Tokio. Premier Naoto Kan kündigte außerdem eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energien an.

Unterdessen laufen die Reparaturen in Fukushima weiter. Erstmals konnten Arbeiter den Reaktorblock 1 wieder betreten. Zuvor waren Filter eingebaut worden. Ziel ist es, das Kühlsystem in dem Block wieder in Gang zu bringen.

Erstmals sind Bewohner der Sperrzone mit offizieller Genehmigung in ihre Häuser zurückgekehrt. Maximal für zwei Stunden. Und mit ungutem Gefühl. Ein Mann sagte: “Es wäre gut gewesen, wenn die Behörden uns über die Strahlendosis im Dorf informiert hätten. Bislang haben wir darüber nichts erfahren. Ich mache mir schon Sorgen.”

Ein Bus der Regierung hatte die Menschen nach Kawauchi gebracht, dort erhielten sie Schutzanzüge, Geigerzähler und eine Tasche.

Wann sie endgültig wieder zurück können, ist völlig unklar. Kraftwerksbetreiber Tepco spricht von sechs bis neun Monaten. Allerdings, so räumt Tepco ein, sei das eine sehr optimistische Schätzung.