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Massengräber in der Elfenbeinküste entdeckt


Elfenbeinküste

Massengräber in der Elfenbeinküste entdeckt

Mitarbeiter der Vereinten Nationen haben in Abidjan, der größten Stadt der Elfenbeinküste, mehrere Massengräber mit insgesamt 68 Leichen entdeckt. Bisher ist unklar, ob die Opfer Zivilisten oder Milizionäre sind. Auch die Täter sind nicht bekannt, aber die UNO vermutet, dass Anhänger des früheren Präsident Laurent Gbagbo für die Tötungen verantwortlich sind.

“Gbagbo wurde an einem Montag verhaftet”, berichtet ein Anwohner. “Am nächsten Tag waren alle zuhause, auch die Kinder. Plötzlich wurden die Türen aufgebrochen und wer das Haus verlassen wollte, wurde getötet.”

Gbagbo wurde am 11. April verhaftet. Vier Monate zuvor hatte er die Präsidentschaftswahlen verloren, sich aber geweigert, sein Amt aufzugeben.

Ein UN-Sprecher sagte, bisher sei nur klar, dass alle Opfer männlich waren, und dass die Leichen in einem Stadtteil gefunden wurden, in dem viele militante Anhänger Gbagbos leben. Seit den umstrittenen Wahlen sind bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen Dutzende von Menschen ums Leben gekommen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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