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Merkel: Keine raschen Griechenland-Beschlüsse

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Merkel: Keine raschen Griechenland-Beschlüsse

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Deutschland hat die Erwartungen rascher Entscheidungen in der Griechenland-Krise gedämpft.

Über mögliche Erleichterungen werde erst nach Vorlage der aktuellen Bewertung des Sparprogramms entschieden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ergebnisse der entsprechenden Prüfung durch EU, EZB und IWF werden in einigen Tagen erwartet.

Griechenlands Ministerpräsident George Papandreou zeigte sich vor Journalisten in Athen zuversichtlich.

Er garantiere ein Ende der Krise sowie eine tragfähige Wirtschaft. Das Land könne zum Glauben an sich selbst zurückfinden.

Athen steht vor einem Schuldenberg von 152 Prozent des Bruttoinalndsprodukts und einem Haushaltsdefizit von 7,4 Prozent. Die großen Rating-Agenturen stuften die Bonität des Landes auf B-Werte herab – weitere Schritte sind nicht ausgeschlossen.

Unterdessen berichteten Medien in Griechenland und Deutschland übereinstimmend von einem weiteren Hilfspaket im Umfang von 60 Milliarden Euro. Im Gegenzug müsse das Land aber noch härtere Auflagen als bisher erfüllen. Bei Privatisierungen würden dann nicht mehr die Regierung, sondern die EU und der Internationale Währungsfonds entscheiden.