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Nach Giro-Unglück: Wouter Weylandts Mannschaft zieht sich zurück

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Nach Giro-Unglück: Wouter Weylandts Mannschaft zieht sich zurück

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Gedenken an Wouter Weylandt: Am Tag nach dem Tod des belgischen Radsportlers ist der Giro d’Italia zur nächsten Etappe gestartet. Die Fahrer verharrten

vorher in einer Schweigeminute; eine Militärkapelle spielte eine Trompetenweise.

Der heutige Tagesabschnitt der Italienrundfahrt wurde aber neutralisiert, es gab also keinen Kampf um den Sieg und keine Wertung. Die Mannschaften wechselten sich bei der Führung ab; Weylandts Team führte das Feld dann ins Ziel.

So wurde es auch schon 1995 bei der Tour de France

gehandhabt, am Tag nach dem tödlichen Unfall des Italieners Fabio Casartelli.

Weylandts Mannschaft fuhr aber auch nur noch diese

eine symbolische Etappe: Am Abend hat sie sich aus

dem diesjährigen Giro zurückgezogen.

Wouter Weylandt war auf einer Abfahrt bei hohem Tempo schwer gestürzt. Offenbar hatte er am Straßenrand eine Mauer berührt. Er trug schwere Verletzungen davon, besonders am Kopf. Den Ärzten

vor Ort gelang es nicht mehr, ihn wiederzubeleben.

Wouter Weylandt wurde 26 Jahre alt. Er war verheiratet; seine Frau erwartet im September von ihm ein Kind.