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NATO hat es "wirklich nicht auf Gaddafi abgesehen"

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NATO hat es "wirklich nicht auf Gaddafi abgesehen"

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Die NATO hat erneut bekräftigt, mit ihren Angriffen auf Libyen nicht auf den dortigen Machthaber Muammar al-Gaddafi zu zielen. Entsprechende Mußtmaßungen wurden nach den jüngsten Attacken in der Nacht zum Dienstag laut als es in der Presse hieß, dass unter den NATO-Zielen auch eine Gaddafi-Residenz in Tripolis gewesen sein soll.

Beobachter zählten die nächtlichen Angriffe zu den schwersten seit Beginn des NATO-Einsatzes in Libyen. Von seiten der NATO hieß es, man habe lediglich militärische Ziele und Kommandozentralen des Regimes angegriffen. Dies sei Teil der zweiten Phase, in die der Militäreinsatz jetzt eingetreten sei.

Brigadegeneral Claudio Gabellini sagte auf einer Pressekonferenz: “Die NATO hat es nicht auf Individuen abgesehen. Wir zielen auf Kontroll- und Kommandoeinrichtungen. Wir wollen Gaddafi daran hindern, seine Truppen gegen Zivilisten zu hetzen. Außerdem muss er humanitäre Hilfe ins Land lassen. Wir interessieren uns wirklich nicht für Individuen, trachten Gaddafi nicht nach dem Leben.”

Er wisse gar nicht, wo sich Gaddafi aufhalte, so der Brigadegeneral weiter. Unterdessen mehren sich die Anzeichen dafür, dass der Rückhalt für Gaddafi im Land schwindet. Auch in Tripolis sei die Fahne der Aufständischen gehisst worden, berichten Augezeugen.