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Russisch-ukrainische Verstimmung über Weltkriegsgedenken

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Russisch-ukrainische Verstimmung über Weltkriegsgedenken

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Das Gedenken an den Krieg ist nicht immer einfach, in manchen der ehemaligen Sowjetrepubliken. Angesichts dieser Bilder verlangt Russland jetzt von der Ukraine, dass die Schuldigen bestraft werden.

Die Vorfälle haben sich gestern in Lwiw – oder auch Lemberg – ereignet, ganz im Westen der Ukraine. Anlass war der Jahrestag des Sieges 1945 über Hitlerdeutschland.

Kriegsveteranen, Kommunisten und russische Vertreter wollten deshalb zu einem Mahnmal: Ukrainische Nationalisten versperrten ihnen aber den Zugang. Sie zertraten einen Kranz und verbrannten rote Fahnen. Mehrere Menschen wurden im Handgemenge verletzt.

“Die Kommunisten haben uns mit der roten Flagge provoziert”, sagt einer der Nationalisten. “Es geht um das Andenken der Veteranen, nicht um die Zwecke politischer Parteien.”

Es ging um das Mahnmal am so genannten Hügel des Ruhms, eine Grabstatt vor allem für sowjetische Soldaten. “Ich habe Minsk befreit, Odessa, bin durch die ganze Südukraine”, sagt eine Veteranin: “Und jetzt kann ich nicht hierherkommen.”

Der Westen der Ukraine steht Russland abweisend gegenüber. Für die Nationalisten hat das Land in der Sowjetzeit ebenso gelitten wie unter den Nazis.