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Bin-Laden-Söhne kritisieren Tötung ihres Vaters

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Bin-Laden-Söhne kritisieren Tötung ihres Vaters

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Mehrere Söhne von Osama bin Laden kritisieren die Tötung ihres Vaters. Die USA hätten in diesem Fall grob gegen Völkerrecht verstoßen, schreiben sie in einer gemeinsamen Erklärung.

Der einzige Sohn, der als Mitautor dieser Erklärung bekannt ist, ist Omar bin Laden. Er ist dreißig Jahre alt; bei seinem Vater, dem Al-Kaida-Anführer, lebte er, bis er achtzehn war.

Die Gewalt seines Vaters hat Omar bin Laden immer abgelehnt. Vor drei Jahren sagte er in einem Interview, er wolle ein Botschafter des Friedens sein und Menschen helfen. Jeder solle so ein Botschafter für den Frieden sein.

Sein Vater, Osama bin Laden, war in Pakistan von amerikanischen Soldaten erschossen worden. Seine Söhne kritisieren, dass er nicht festgenommen und vor Gericht gestellt worden sei – wie etwa Saddam Hussein oder Slobodan Milosevic.

Die USA hätten Grundsätze wie die Unschuldsannahme oder das Recht auf einen fairen Prozess missachtet. Die amerikanische Regierung verteidigt seine Tötung aber mit einer Annahme, die sie “nationale Selbstverteidigung” nennt: Schließlich habe der Al-Kaida-Chef die USA bedroht.

Auch mit Osama bin Ladens Seebestattung zeigen sich seine Söhne unzufrieden: Für seine Verwandten und seine Anhänger sei das eine Demütigung. Außerdem würden die religiösen Gefühle von Moslems verletzt.