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Hitzewelle löst Sorgen über Ernte aus

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Hitzewelle löst Sorgen über Ernte aus

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Der vergangene April war einer heissesten der vergangenen Jahrzehnte. Wegen der hohen Temperaturen in Europa und der anhaltenden Trockenheit beginnen die Landwirte sich um ihre Ernten zu sorgen. Das Wetter wird zu einer ensthaften Gefahr für die Landwirtschaft. Es fehlt der Regen in diesem Frühling, bereits im Februar zeigte sich dieser Trend, im März und April setzte er sich fort. Omar Baddour von der Weltwetterorganisation (WMO) meint, die enormen Hochdruckgebiete hätten einen normalen Abfluss von Wetterstörungen von Osten nach Westen verhindert. Deshalb habe es nur eine schwache Wolkendecke und damit wenig Regen gegeben. Manche europäischen Länder leiden besonders unter dem Wetter. In Frankreich erinnert man sich noch an die Hitzewelle vom Sommer 2003, damals waren rund 14.000 Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Die europäische Landwirtschaft hatte Schäden in Höhe von 13 Milliarden Euro zu beklagen. Doch mit Prognosen für dieses Jahr halten die Experten sich zurück. Auch Omar Baddour fühlt sich an Hitzewelle von 2003 erinnert. Aber anders als damals sei es immer noch Frühling, da sei die Wetterdynamik eine andere als im Sommer. Normalerweise komme es im Sommer zu Hitzewellen, weil Luftmassen aus der Sahara von Nordafrika aus nach Europa strömten. Das sei jetzt aber noch kaum der Fall. Also könne man auch noch nicht sagen, ob das der Beginn einer Hitzewelle sei, die sich über den Sommer hinziehen werde. Für die kommenden Tage haben die Meteorologen Regen vorausgesagt. Den Landwirten würde das die Hoffnung auf ihre Ernten zurückgeben. Doch wie das Wetter im Sommer sein wird, das weiss der Himmel allein.