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Acht Tote nach Erdbeben in Spanien - Tausende schlafen im Freien

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Acht Tote nach Erdbeben in Spanien - Tausende schlafen im Freien

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Nach dem Erdbeben in Spanien haben mehr als zwanzigtausend Bewohner in der Stadt Lorca die Nacht im Freien verbracht. Ein Krankenhaus und ein Altenheim mussten wegen Schäden an den Gebäuden geräumt werden. Zahlreiche Bauten sind eingestürzt.

Das Beben der Stärke 5.1 war das verheerendste Beben in Spanien seit über fünfzig Jahren. Acht Tote wurden bislang gezählt. Vermisste wurden nicht gemeldet. Die Behörden suchten aber weiter nach möglichen Opfern.

“All die, die getötet wurden, kamen auf der Straße um, das heißt wahrscheinlich durch herabstürzende Gebäudeteile, auch wenn wir noch nicht sicher sind. Unter den eingestürzten Gebäuden können immer noch Menschen verschüttet sein, aber wir hoffen, dass dort niemand mehr ist”, erklärt ein Regierungsmitarbeiter.

Teile der Stadt Lorca gleichen einem Flüchtlingslager. Eine Sondereinheit des Militärs begann mit den Aufräumarbeiten. Experten erklären die verheerenden Auswirkungen des Bebens mit Baumängeln und damit, dass das Epizentrum relativ nahe der Oberfläche gelegen habe.

Die Bewohner können es noch immer kaum fassen: “Ich ging die Treppe hinauf, und im dritten Stock fiel ich irgendwie hin und fand mich unter der Wand wieder, die eingestürzt war. Hätten mir nicht zwei Männer geholfen, könnte ich das jetzt hier nicht mehr erzählen”, berichtet eine Frau in einem Notfalllager.

Um 18.46 erschütterten die Erdstöße am Mittwoch die Region um Murcia, Spaniens am stärksten bebengefährdete Region. Unter den Bewohnern brach Panik aus.