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Jemens Opposition kritisiert Schweigen des Auslands

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Jemens Opposition kritisiert Schweigen des Auslands

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Binnen 24 Stunden sind im Jemen laut Opposition mindestens sechzehn Demonstranten von den Sicherheitskräften getötet worden. Die Regimegegner hoffen nun auf eine erneute Vermittlung durch den Golfkooperationsrat: Dessen Generalsekretär werde am Samstag in Sanaa erwartet.

Der Rat hatte bereits im April einen Kompromiss ausgehandelt, der zuletzt aber doch am Widerstand von Präsident Saleh scheiterte. Die Opposition warf dem Ausland in einer an diesem Donnerstag veröffentlichten Erklärung vor, durch sein Schweigen das brutale Vorgehen des Regimes noch anzutreiben: Der Präsident fasse dies als Freibrief auf. Das Oppositionsbündnis forderte insbesondere die EU, die USA und die arabischen Nachbarn auf, mehr Druck auf die jemenitische Führung auszuüben.

Neben Sanaa ist die Industriestadt Taiz im Süden ein Brennpunkt der Proteste. Dort feuerten die Ordnungshüter wie schon gestern auch heute laut Augenzeugen auf Demonstranten. Am Mittwoch kamen dabei zwei Demonstranten ums Leben. Laut Verteidigungsministerium will Saleh nun auch Kadetten der Militärakademie zur Niederschlagung der Proteste einsetzen.