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Jemens Regierung läßt auf Demonstanten schießen

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Jemens Regierung läßt auf Demonstanten schießen

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Im Jemen ist die Regierung am Mittwoch erneut gewaltsam gegen die Opposition vorgegangen. In der Hauptstadt Sanaa sowie in den Städten Taiz und Hudaida wurden mindestens dreizehn Menschen getötet. Mehr als einhundert Menschen wurden verletzt. Es ist das bislang gewaltsamste Vorgehen der Sicherheitsorgane.

“Der heutige Tag war eine Botschaft an die Golfstaaten. Präsident Salih wird gehen, aber das jemenitische Volk wird bleiben”, sagt Saber al-Sameri.

Rund 20 000 Gegner von Präsident Ali Abdullah Salih waren am Mittwoch ins Regierungsviertel von Sanaa marschiert. Gut 200 Meter vom Kabinettsgebäude entfernt eröffneten die Sicherheitskräfte das Feuer auf die Menge.

“So viele Menschen wurden getötet. Das Regime kennt keine Gnade. Ich fordere eine Revolution, die das Regime und diesen Killer beseitigt, der unsere Märtyrer ermordet hat”, verlangt ein andere Demonstrant.

Diese ins Internet gestellten Amateuraufnahmen sollen zeigen, wie die Sicherheitskräfte auf die Demonstranten in Sanaa schossen. Ihre Echtheit kann nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden.